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Kulturheidelbeeren

Kulturheidelbeeren (Gartenheidelbeeren) sind Heidekrautgewächse, die als „wilde“ Pflanzen auf den Lichtungen in den nordamerikanischen Wäldern gedeihen. Diese natürlichen Vorkommen sind züchterisch nicht bearbeitet und haben sehr kleine Beeren, aber ebenfalls die feste, blaue Fruchtschale und das hellgrüne bis weiße Fruchtfleisch der heutigen Sorten. Das Aroma der Früchte allerdings ließ bei den meisten Büschen zu wünschen übrig. Aus diesem Grunde wurden schon um 1900 die ersten, durch besseren Geschmack und große Früchte auffallenden Typen ausgelesen. So entstanden die ersten Sorten, die alle als Mutter- und Vatertypen in das heutige Sortiment eingehen sollten. Um es noch einmal deutlich zu machen: Alle heutigen Sorten stammen ursprünglich von den um die Jahrhundertwende ausselektierten Büschen ab, was auch bedeutet, dass die Fruchtgröße der heutigen Sorten nur durch Kreuzung erreicht wurde. Unsere Hauptsorte „Bluecrop“ z.B. wurde 1952 gekreuzt und ist heute eine der am meisten angebauten Variationen.
Auch in Deutschland wurde intensive Züchtungsarbeit geleistet, denn in den 20er Jahren begann der Botaniker Dr. Wilhelm Heermann einen Blaubeerzucht- und Anbaubetrieb aufzubauen, der einige sehr gute Sorten hervorbrachte. Auf den Anbauflächen in Deutschland und dem benachbartem Ausland befinden sich immer noch seine Sorten : Gretha, Heerma, Goldtraube... im Erwerbsanbau. Aus den damaligen, schwierigen Anfängen entwickelte sich unser heutiger Mitgliedsbetrieb „Heermanns Blaubeerland“ mit über 60 ha Anbaufläche.

Die schwierigen Anfänge haben folgenden Grund : Heidelbeeren gehören zu den sehr langlebigen Obstkulturen, so sind über 50 Jahre alte Sträucher bekannt, die bei guter Pflege immer noch einen guten Ertrag bringen können. Damit einher geht auch ein sehr später Beginn der Vollertragsphase (erst mit 7-9 Standjahren). Es bringt auch nichts, die Düngung zu erhöhen, denn die Pflanzen benötigen nur sehr wenig Dünger und reagieren bei Überdüngung mit Wuchsdepressionen. So kann der Verbraucher aber auf jeden Fall sicher sein, naturnah erzeugtes Obst zu kaufen.

Die Kulturpflege konzentriert sich hierbei auf den Schnitt, die Bestandshygiene und den Schutz von Nützlingen (Insekten) und Vögeln (z.B. Meisen als Raupenvertilger).

Während der Vegetationszeit fällt die Heidelbeere durch die leuchtend weiße Blüte im Mai, die hellblauen, reifen Früchte von Juli bis September und das leuchtend rote Winterholz auf.

 

Auch die frisch gepflückten Beeren haben ihren Reiz:

  • Blaubeeren sind sehr pektinreich mit den hieraus hervorgehenden gesundheitlichen Einflüssen auf die Verdauung und das Herz.
  • Sie sind hervorragende Radikalenfänger.
  • Sie sind sehr transportstabil durch ihre feste aber zarte Haut.
  • Sie haben einen hohen Fruchtzuckergehalt, wodurch sie gut gelierfähig sind (auch hoher Pektingehalt), diabetikergeeignet sind und deutlich süßer als die europäische Waldheidelbeere.
  • Sie haben ein sehr gutes Aroma, das keinen Vergleich mit den Waldheidelbeeren zu scheuen braucht. Gartenheidelbeeren schmecken eben total anders als Waldheidelbeeren.
  • Sie sind sehr vielseitig. Blaubeeren sind für alle Zubereitungsarten zu verwenden und bleiben dabei fest und ansehnlich.


Wir wünschen guten Appetit !


 

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